In Memoriam
In Memoriam

Karsten Börner

geb. 21.07.1961            gest. 23.06.2021

Viel zu früh wurde Karsten Börner, Vizepräsident des LMSV, aus unserer Mitte gerissen. 

Mit ganzem Herzen war Karsten Spielmann. Neben den Aufgaben in seinem Verein, dem Spielmannszug Zabeltitz, machte er sich im LMSV verdient. Sein unermüdliches Bestreben lag darin den Verband und die Spielleuteentwicklung voran zu bringen. 

 

Unzählige Wochenenden verbrachte er mit der Aus- und Weiterbildung junger und reifer Spielleute und prägte so deren musikalischen Weg. 

Weit über Sachsens Landesgrenzen hinaus kannte man ihn als fairen Kampfrichter und aufrichtigen Spielmann.

Karsten Börner war ein Macher, der hinter guten Ideen schnell Potential sah und dieses ergriff.

 

Karsten, “Karsti”, hinterlässt seine Spur in all unseren Herzen. 

 

Wir haben ihm unendlich viel zu verdanken. 

 


 

Gerhard Müller

geb. 22.09.1952            gest. 21.02.2021

Technisches Komitee Spielleute im Landesturnverband Sachsen-Anhalt e.V. und der Landes- Musik- und Spielleutesportverband Sachsen e.V.

Ein exzellenter Musiker, Wegbegleiter und langjähriger Freund hat uns verlassen.

Wenige Monate vor seinem 69. Geburtstag ist er im Krankenhaus Halle Dölau seiner schweren Erkrankung erlegen und für immer eingeschlafen.

Gerhard wurde am 22.09.1952 in Lutherstadt Eisleben geboren. Seine Eltern verzogen beruflich nach Halle (Saale), dort wurde er als Kind in die Polytechnische Oberschule Weidenplan eingeschult, in der er bis zum Abschluss der 10. Klasse lernte.

1961 wurde auf Initiative des Stadtvorstandes Halle des Deutschen Turn- und Sportbundes der DDR an fünf Schulen der Stadt mit dem Aufbau von Nachwuchsspielmannszügen begonnen. Dazu gehörte auch die Weidenplanschule. Gerhard war mit mehreren Klassenkameraden Feuer und Flamme, ihnen gefiel diese Musik und sie meldeten sich an.

Es wurde ein Stadtspielmannszug gegründet, der insgesamt 150 Kinder umfasste. Mit ihm gab es einige Auftritte zu Veranstaltungen in der Stadt. Leider löste sich dieser Spielmannszug bald auf. Es blieben nur in der Weidenplanschule  und in der Frohe-Zukunft Schule die Spielmannszüge aktiv.

1965 wurden sie als Sektion in die Sportgemeinschaft Dynamo Halle aufgenommen. Ihre damaligen Förderer und Übungsleiter, die einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung von Gerhard hatten, waren Werner Dlubek und Gerhard Rissel. Gerhard Müller war sehr ehrgeizig und lernte fleißig das Flötenspiel und Blasen des Signalhorns. Bald setzte er sich mit seinem Leistungsniveau von seinen gleichaltrigen Freunden ab. Mit 14 Jahren besuchte er mehrere Übungsleiterlehrgänge erfolgreich. Da er aber das Mindestalter von 16 Jahren nicht hatte, konnte ihm keine Lizenz ausgestellt werden. Er war in diesen jungen Jahren schon als Übungsleiter aktiv und hatte eigene Übungsgruppen. Es gab auch erste Versuche von ihm Musiktitel für die Spielmannszugmusik zu arrangieren. Dieser Lernprozess, als Autodidakt sich umfassende musikalische Kenntnisse anzueignen, kennzeichnete seinen gesamten weiteren Lebensweg.

Der Spielmannszug Dynamo Halle etablierte sich in der Spielleutebewegung des DDR-Sports zu einem der führenden Klangkörper. Sie gewannen bei Wettkämpfen sowohl im Nachwuchs als auch im Erwachsenenbereich mehrfach DDR-Meister und Vizemeistertitel. An diesen Erfolgen hatte Gerhard Müller als künstlerischer Leiter den entscheidenden Anteil.

Mittlerweile ist man auf diesen jungen „Senkrechtstarter“ auch auf zentraler Ebene der Spielleutemusik im DTSB aufmerksam geworden. Der damalige Haupttechniker des Sektors Spielleute, Günter Bodenstein (Bohne), reichte seine Kündigung ein. Ihm wurde die Übernahme des Spielmannszuges des Stabsmusikkorps des Wachregiments der NVA in Berlin übertragen. Sowohl das ehrenamtliche Gremium, die Zentrale Spielleutekommission, als auch der Sektorenleiter, Bernd Schenke, entschieden sich für Gerhard Müller als Nachfolger. Er war mit 18 Jahren der mit Abstand jüngste Mitarbeiter im DTSB-Bundesvorstand in Berlin. Als zentrale Aufgabe stand für ihn die Vorbereitung und Durchführung der Musikschau der Spielleute des DTSB der DDR zu den X. Weltfestspielen der Jugend in Berlin 1973 mit 2.500 Musikanten. Ihm wurde ein außergewöhnliches Engagement bescheinigt. Er war unermüdlich, besuchte Vereine zur Einstudierung der Musik, leitete in allen 12 Bezirken Musikproben und diverse Trainingslager. Seine musikalischen und gestalterischen Fähigkeiten flossen in die Planung und Durchführung dieser Großveranstaltung mit ein und führten sie zu einem großen Erfolg.

1974 endete seine hauptamtliche Tätigkeit im Sektor Spielleute und er begann wieder als Gießereifacharbeiter in Halle zu arbeiten.

Aber seine Leidenschaft für die Spielleutemusik führte er ununterbrochen fort.

Seinen Spielmannszug in Halle leitete er erfolgreich weiter und war auch im Bezirksfachausschuss Halle in der Übungsleiter- Aus- und Weiterbildung aktiv. Vielen Vereinen half er bei der Einstudierung von Titeln.

Im Lauf der Jahre entwickelte sich Gerhard zum führenden Arrangeur für Spielmannsmusik in der DDR und damit nachfolgend  in Ostdeutschland.

Nach der politischen Wende unterstützte er die ostdeutschen Spielleutevorstände, insbesondere in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Er stellte für sie unentgeltlich von ihm arrangierte Titel für die Pflichtmusik zur Verfügung. Viele Spielmannszüge bestellten bei ihm für regionale und überregionale Wettkämpfe bzw. Wettbewerbe Kürtitel. Er ist der mit Abstand meistgespielte Arrangeur der Spielleutemusik in Ostdeutschland, von Kap Arkona bis zum Fichtelberg.

Sein Notenarchiv mit über 180 von ihm arrangierte Titeln übergab er zur weiteren Nutzung und Verwaltung seinem Technischen Komitee Spielleute in Sachsen-Anhalt.

Die Neustruktuierung der Spielleutebewegung nach 1990 in seinem Heimatland Sachsen-Anhalt wurde von ihm entscheidend mit geprägt. Er war mehr als 20 Jahre Landesmusikwart. Aus seiner Feder stammen die Wettkampfordnungen sowohl für die Landesmeisterschaften in Sachsen-Anhalt als auch für die Deutschen Meisterschaften der Sportspielmannszüge. Die Übungsleiterlehrgänge in Sachsen-Anhalt und Sachsen wurden durch seinen Unterricht geprägt.

Bei sehr vielen Wettkämpfen und Wettbewerben der Spielleutemusiker war er als Wertungsrichter eingesetzt. Er leitete für die ostdeutschen Landesverbände die Arbeitsgruppe Einstufung für Spielmannsmusik.

Gerhard Müller hat sich bleibende Verdienste für die Spielleute in Sachsen-Anhalt in Sachsen und darüber hinaus in der ehemaligen DDR und Ostdeutschland erworben. Sein Name ist für uns Verpflichtung für unsere weitere Tätigkeit.

 

 

Andreas Nickl
 
geb. 03.08.1962            gest. 24.12.2020

Wurzener Spielleute e.V.

Ganz plötzlich wurde unser ehemaliger Vereinsvorsitzenderaus seiner Familie und unserer Spielmannszugfamilie gerissen. Andreas hat wie kein anderer die Entwicklung unseres Spielmannszuges geprägt.

Wir werden seine Motivation vermissen und in seinem Sinne weiter musizieren.

 

 

Günter Schramm


geb. 14.01.1956            gest. 06.09.2019

Wurzener Spielleute e.V.
 

 
Unser „Schrammi“ war über 40 Jahre Mitglied in unserem Verein. Einige Generationen Trommler wurden von ihm ausgebildet und führen sein liebstes Hobby fort. Er wird uns als herzlicher, immer lustiger und trotzdem akkurater Spielmann in Erinnerung bleiben.
 
 

 

Anke Simmang

geb. 23.09.1984            gest. 18.04.2019

Spielmannszug Freital e.V.
 
“Wenn Du bei Nacht in den Himmel schaust,
wird es Dir sein, als leuchten alle Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen lache.
Du allein wirst Sterne haben,
die lachen können.
Und wenn Du Dich getröstet hast,
wirst Du froh sein, mich gekannt zu haben.”

Antoine de Saint-Exupery
 

 
Nach langer, schwerer Krankheit müssen wir uns viel zu früh verabschieden.
Anke liebte das Leben und die Musik. Viele Jahre trommelte sie im Freitaler Spielmannszug und war als Übungsleiter tätig.
 
 

 

 Rolf Hänel

geb. 12.02.1937            gest. 11.10.2018

1. Chemnitzer Spielmannszug e.V.
 

 
Rolf Hänel prägte den 1. Chemnitzer Spielmannzug e.V. maßgeblich durch sein Wirken als Spielmann, Übungsleiter, Leitungsmitglied und guter Freund.
In den 62 Jahren seiner Mitgliedschaft stand für Ihn immer die Spielleutebewegung in Karl-Marx-Stadt und später in Chemnitz im Vordergrund. Durch seine Hilfe wurden schwere Zeiten gemeistert und schöne und unvergessliche Momente erst möglich gemacht. Durch seine Tätigkeit als Kampfrichter war Rolf auch außerhalb von Chemnitz und Sachsen bekannt.
Rolf wird immer in unseren Herzen und in unserer Erinnerung bleiben.
 
 

 

Dietmar Günther                       

geb. 31.08.1944            gest. 08.01.2018

Spielmannszug Mutzschen e. V.

 Ein Spielmann mit Leib und Seele
..

Dietmar Günther war über 60 Jahre Mitglied des Spielmannszuges Mutzschen und mehrere Jahrzehnte dessen musikalischer Leiter. Unter seiner Führung entwickelte sich der Spielmannszug stetig und mit großen Erfolgen weiter. Sein jahrzehntelanges Wirken und Können sowie seine Erfahrungen und seine Kameradschaftlichkeit prägten in den vielen Jahren maßgeblich das Leben vieler Spielleute.
Über die Grenzen des Mutzschener Zuges hinaus, engagierte sich Dietmar Günther aktiv in der Spielmannsbewegung der DDR sowie nach 1990 in den Neuen Bundesländern.  Auch nach Beendigung seiner aktiven Zeit stand er den Spielleuten immer mit Rat und Tat zur Seite.

 


 

Hans Ullmann                        

geb.  28.01.1930         gest. 17.08.2017

Spielmannszug Zwickau e.V.

Hans Ullmann war seit der Gründung der BFA 1974 Vorsitzender im Bezirk Chemnitz. Viele Jahre war er als Stabführer und Sektionsleiter Spielleute bei Sachsenring Zwickau.
Zahlreiche Großveranstaltung der Spielleute des DTSB der DDR, wie z.B. 1983 Teilverbandsleiter Blasorchester und 1987 Leiter des Sonderverbandes innerhalb des Übungsverbandes Spielleute zum Turn-und Sportfest gestaltete er aktiv mit.

Seit der Gründung des LMSV im Jahr 1990 war er als Vizepräsident bis 2009 tätig. Von 2009 - 2015 wirkte er als Mitglied Ehrenrat im Präsidium des LMSV.
Hans hat den LMSV maßgeblich mitgeprägt.

Wir trauern um einen langjährigen aktiven Sportfreund und einen großartigen Musiker.

 


 

Horst Schulze                          

geb.  20.11.1927          gest. 04.04.2015

Spielmannszug Zabeltitz/Treugeböhla e.V.

Als Gründer und aktiver Mitgestalter im BFA Dresden und darüber hinaus im LMSV Sachsen e.V. formte er die Spielleutebewegung im DTSB der DDR und der Nachwendezeit maßgeblich mit.

In seiner aktiven Zeit übernahm er Verantwortung im Bereich der Aus- und Weiterbildung, in der Erarbeitung der Wettkampfordnung, als Kampfrichter und vielen anderen Bereichen.

 


 

Jens Partuscheck

geb.  12.11.1963          gest. 17.03.2015

Spielmannszug Zabeltitz/Treugeböhla e.V.

 

Er war Organisator, Übungsleiter und als Wettkampfrichter weit über die sächsische Landesgrenze bekannt und geachtet.
Stets hatte er ein offenes Ohr für alle Mitglieder, sorgte für den Zusammenhalt im Verein und fand in jeder Situation die richtigen Worte.

 


 

Erwin Dietrich

geb. 12.12.1934        gest. 22.07.2014


Erwin war von 1978 bis 1990 Vorsitzender des Bezirksfachausschusses
Spielleute Leipzig und ab Sommer 1990 maßgebend an der Gründung
unseres Verbandes, der Ausarbeitung der ersten Satzung und der ersten
Ordnungen unseres Verbandes beteiligt. Von 1990 - 2000 hielt er die Funktion des Geschäftsführers des LMSV inne.

 


 

Werner Beyer

geb. 13.09.1921        gest. 11.03.2012

Wurzener Spielleute e.V.


Sein besonderes Augenmerk galt stets der Ausbildung und Förderung des Spielleutenachwuchs in Wurzen.

 


 

Volker Schulze

geb. 19.06.1944        gest. 13.12.1999

Spielmannszüge Großröhrsdorf, Radeberg und Bischofswerda


Volker Schulze war in der damaligen Bezirksspielleutekommission, im BFA Spielleute Dresden und dann später im LMSV als Kampfrichterobmann tätig. Maßgebend beteiligt war er in der Ausarbeitung aller Wettkamofordnungen der Spielleute beteiligt.

 

 

Aktuelles

28.07. - 01.08.2021

 
KidsCamp in Neschwitz
 
31.07.2021, 17 Uhr
 
Abschlusskonzert des KidsCamps
JH Neschwitz (Kastanienallee 1, 02699 Neschwitz)

 

08. - 10.07.2022

32. Landesmeisterschaften in Radeberg